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Arbeitskreis medizinisch-theologische Grenzfragen (1988/1989)

Arbeitskreis medizinisch-theologische Grenzfragen 1988/1989

Als "Arbeitskreis medizinisch-theologische Grenzfragen" bezeichnete sich ein lose Vereinigung von Ärzten und anderen DDR-Bürgern, die sich in den letzten beiden Jahren der Existenz des SED-Staates 16 Mal an mehreren Orten (z. B. Dresden, Weimar, Berlin) trafen. Der überwiegende Teil von ihnen wollte das Land über den 'legalen' Weg eines Antrags auf Ausreise verlassen. Bei ihren Treffen, die großenteils in kirchlichen Räumen stattfanden, diskutierten sie neben ausgewählten ethischen und theologischen Themen auch ihre seelisch und existentiell belastete persönliche Lage. Das Projekt strebt an, durch breite Archivstudien, Auffinden von Dokumenten und Interviews mit den damaligen Aktivisten und Beteiligten, ein tiefgründiges Bild der damaligen Vorgänge unter Berücksichtigung der Vorgeschichte, genau rekonstruierter Ereignisse und biografischer Entwicklungen nach der friedlichen Revolution 1989, zumeist in den alten Ländern der Bundesrepublik, zu erarbeiten.


Wissenschaftlicher Bearbeiter: Dr. Martin Morgner

Martin Morgner wurde 1948 in Stollberg/Erzgebirge geboren. Nach dem Abitur in Dresden studierte er Datenverarbeitung und Statistik an der Hochschule für Ökonomie in Berlin-Karlshorst (Diplom 1970), Theaterwissenschaft in Leipzig (Diplom 1983) und Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (Magister 2009). Er promovierte 2012 mit einer Dissertation zum Thema "Studentische Disziplin im Staatssozialismus" bei Prof. Dr. Lutz Niethammer.