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Martin Prell, M.A.

Friedrich-Schiller-Universität Jena
Historisches Institut
Lehrstuhl für Geschlechtergeschichte
Zwätzengasse 3, Raum 204
D-07743 Jena

Telefon: +49 / 3641 / 944034
Telefax: +49 / 3641 / 944032
Mail:

Twitter: @prellmartin

Sprechstunde: montags 16-18 Uhr bzw. nach Vereinbarung


 Foto Prell (2)
seit 06/2019
  DH-Koordinator im Projekt "Propyläen: Forschungsplattform zu Goethes Biographica" (Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig / Goethe- und Schiller-Archiv Weimar)

seit 03/2017

wiss. Mitarbeiter im Bereich Digital Humanities am Lehrstuhl für Geschlechtergeschichte bei Prof. Dr. Gisela Mettele, unter anderem in den Projekten "Editionsportal Thüringen" und "Automatische Handschriftenerkennung"

09/2018 - 11/2018


Stipendiat des Deutschen Historischen Institut Washington DC

01/2018 - 03/2018


Dr.-Lieselotte-Kirchner-Stipendiat der Franckeschen Stiftungen zu Halle/Saale

12/2014 - 02/2017


wiss. Mitarbeiter am Lehrstuhl für Geschlechtergeschichte im Projekt "Digitale Edition der Briefe Erdmuthe Benignas von Reuß-Ebersdorf (1670-1732)"

02/2016 - 04/2016

Digital-Humanities-Stipendiat des Forschungsverbunds Marbach-Weimar-Wolfenbüttel an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

07/2014


Master of Arts an der Universität Leipzig mit einer Arbeit zum Thema "Bernhard Varen (1622-1650) - Pionier einer vergleichenden Religionswissenschaft?", Betreuer: Prof. Dr. Christoph Kleine, Dr. Heinz Mürmel

10/2011 - 07/2014


Masterstudium der Religionswissenschaft mit Schwerpunkt Religionsgeschichte an der Universität Leipzig

03/2011


Bachelor of Arts an der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit einer Arbeit zum Thema "Landesherrlicher Pietismus unter Graf Heinrich II. (1696-1722) in Reuß-Obergreiz", Betreuer: Juniorprof. Dr. Alexander Schmidt, Prof. Dr. Uwe Schirmer

10/2007 - 03/2011


Bachelorstudium der Geschichte und Religionswissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena

  • Digital Humanities (insb. Digital History, Digitale Editorik, Historische Netzwerkanalyse)
  • Frühneuzeitliche Religionsgeschichte (insb. Geschichte des Pietismus)
  • Paläographie (16.-20. Jh.)
  • Thüringisch-sächsische Landesgeschichte (insb. reußische Grafen- und Fürstentümer)

Dissertationsprojekt: "Pietismusforschung 4.0? Möglichkeiten und Grenzen computergestützter Verfahren für die Religionsgeschichte am Beispiel des reußischen Korrespondenznetzwerks des 18. Jahrhunderts"

Das von Prof. Dr. Gisela Mettele (Jena) betreute Promotionsprojekt verfolgt das Ziel, das Korrespondenznetzwerk des reußischen Pietismus des 18. Jahrhunderts in seiner Komplexität und Verwobenheit mit seinen zahlreichen Strömungen und Akteuren unterschiedlichster sozialer Schichten unter zu Hilfenahme computergestützter Methoden zu rekonstruieren. Die Dissertation beansprucht damit Relevanz für verschiedene Forschungsbereiche der Religionsgeschichte und der Digital-Humanities-Forschung. Sie tangiert einerseits die Forschungen zum Brief als einem zentralen Kommunikations- und Weltdeutungsmittel des Pietismus, die pietistische Netzwerk- und Sprachforschung und die Verhältnisbestimmung unterschiedlicher pietistischer Denominationen. Indem sie dabei die komplementäre Anwendung verschiedener digitaler Methoden erprobt, geht sie der Frage nach einer genuin digitalen Religionsgeschichte nach.

Die Rekonstruktion des reußisch-pietistischen Netzwerks und seiner Kommunikation ist nicht allein aber zu großen Teilen Grundlagenforschung, da sie eine unerschlossene Quellenbasis aufbereitet und inhärente Strukturen sichtbar macht, die die Untersuchungsgrundlage für zahlreiche weitere Forschungsfragen bilden. Zugleich folgt sie einem konkreten religionsgeschichtlichen Erkenntnisinteresse, indem sie die religiöse Zugehörigkeit von Personen und Personenkreisen innerhalb verschiedener Strömungen einer Denomination/Religion am konkreten Beispiel des Pietismus sichtbar macht. Die Frage nach religiöser Verortung von Personen stellt sich insbesondere sowohl in Phasen der scheinbaren Auflösung konfessioneller Grenzen als auch Situationen scheinbarer religiöser Konkurrenz, wie sie nicht allein in den reußischen Territorien des 18. Jahrhunderts zu beobachten sind. Die Dissertation wird so an einem Modellfall demonstrieren, wie nur vermeintlich deutlich abgrenzbare religiöse Strömungen in ihrem Verhätlnis zueinander neu und genauer bestimmt werden können.

Auf methodischer Ebene fragt die Dissertation nach Mehrwerten, Chancen und Grenzen computergestützter Verfahren für die Religionsgeschichte. Dies wird anhand eines umfassenden Forschungsworkflows von der Modellierung und Erhebung der Forschungsdaten für die computergestützte Verarbeitung bis hin zur Visualisierung, Interpretation und Präsentation der Ergebnisse durchgeführt, dokumentiert, reflektiert und evaluiert. Die dafür ausgewählten digitalen Erhebungs- und Analyseverfahren umfassen einerseits die Historische Netzwerkanalyse. Dafür werden die in den Briefen enthaltenen Personenrelationen unter Anwendung eines dafür entwickelten forschungsgeleiteten Editionsmodells erfasst, angereichert und netzwerkanalytisch ausgewertet. Mit Anwendung der historischen Netzwerkanalyse knüpft die Dissertation an eine Forschungsrichtung an, die in den vergangenen Jahren eine enorme Verbreitung gefunden und dabei die zentrale Stellung des Briefes als konstituierendes Element (pietistischer) Netzwerke neu bewertet hat. Computerlinguistische Analysen (NLP) der Briefe konkretisieren die Beziehungen ausgewählter potentieller Mitglieder einer gemeinsamen religiösen Gruppe in ihrer Art und Intensität. So wird bspw. danach gefragt, ob als disparat wahrgenommene Strömungen und Personengruppen auch disparate Pools an bewussten und unbewussten Begriffen, Schlüsselwörtern, Themen und Narrativen, syntaktischen und semantischen Konventionen und Sprachmustern verwenden, über die Gruppenidentität und ein gemeinsamer religiöser Horizont sichtbar, ausgedrückt, verhandelt, gepflegt und erschaffen werden.

(In Vorbereitung) Role-related Metadata in Correspondence, in: Stefan Dumont, Susanne Haaf und Sabine Seifert (Hg.): Handbuch "Encoding Correspondence".

(In Vorbereitung) Zusammen mit Hendrikje Carius und René Smolarski: Herausgabe der Schriftenreihe: DH|CS. Eine Schriftenreihe des Netzwerks für Digitale Geisteswissenschaften und Citizen Science. Erscheint bei Vandenhoeck & Ruprecht 2019 (Open Access).

(In Vorbereitung) Die Bestimmung von Emotionen in Briefen pietistischer Schreiber*innen mit Hilfe computergestützter Verfahren, in: Gefühl und Norm. Pietismus und Gefühlskulturen im 18. Jahrhundert. Beiträge zum V. internationalen Kongress für Pietismusforschung 2018.

(In Vorbereitung) Review of the Virtual Research Environment »Transkribus«, in: Anna-Maria Sichani, Elena Spadini (Hg.): Tools and Environments for Digital Scholarly Editing (= RIDE - A Review Journal for Digital Editions and Resources).

(Im Erscheinen) Der Pietismus in den reußischen Grafschaften, in: Wolfgang Breul (Hg.): Handbuch Pietismus.

(2019) Ein Editionsportal (nicht nur) für Thüringen, in: Patrick Sahle (Hg.): Konferenzabstracts der 6. Tagung des Verbands Digital Humanities im deutschsprachigen Raum e.V., Hamburg: DHd, 281-283.

(2018) »ps: ich bitt noch mahl umb ver gebung meines confusen und üblen schreibens wegen«. Frühneuzeitliche Briefe als Herausforderung automatisierter Handschriftenerkennung - Ein Transkribus-Projektbericht, Jena, URL: https://www.db-thueringen.de/receive/dbt_mods_00034849; DOI: 10.22032/dbt.34849

(2018) Selbstentwurf und Herrschaftspraxis. Die Briefe Erdmuthe Benignas von Reuß-Ebersdorf (1670-1732), in: Ruth Albrecht, Urlike Gleixner, Corinna Kirschstein, Eva Kormann und Pia Schmid (Hg.): Pietismus und Adel. Genderhistorische Analysen, (= Hallesche Forschungen), Halle/S, 73-95.

(2018) Tagungsbericht zur Tagung "Digital Humanities in Jena", am 23.11.2017 in Jena, in: H-Soz-Kult, 27.02.2018, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7576>.

(2017) zusammen mit Julia Schmidt-Funke (Hg.): Digitale Edition der Briefe Erdmuthe Benignas von Reuß-Ebersdorf (1670-1732), Jena [Work in Progress]. URL: http://erdmuthe.thulb.uni-jena.de.

(2016) Tagungsbericht zu Tagung und Workshop "Automatisierte Text- und Strukturerkennung als Grundlagentechnologie für die Digital Humanities" am 27.09.2016 in Jena, in: H-Soz-Kult, 17.11.2016, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6821>.

(2016) "Diser seelen bestes wollen und mißen wir suchen" - Pietistisches "Weiberregiment" in der Grafschaft Reuß-Ebersdorf und das ,Epochenjahr' 1716, in: Archive in Thüringen. Mitteilungsblatt 2016, 12-16, URL: http://zs.thulb.uni-jena.de/receive/jportal_jpvolume_00277322.

(2016) Digitale Edition der "mütterlichen Vermahnungen" der Gräfin Benigna von Solms-Laubach (1717) (= Editiones Electronicae Guelferbytanae), Wolfenbüttel 2016, PURL: http://diglib.hab.de/edoc/ed000243/start.htm.

(2015) »Den Tauff=Actum beÿ hiesiger Geistlichkeit begehret«. Der Umgang der Stadt Leipzig mit taufwilligen Juden am Beispiel der mutmaßlichen ›Taufbetrüger‹ Rahel Hirschel und Joachim Jacob (1746/47), in: Zeitschrift für junge Religionswissenschaft [Online, peer reviewed] 10 (2015), Online erschienen am: 01 September 2015, URL : http://zjr.revues.org/361; DOI: 10.4000/zjr.361.

(2014) Bernhard Varen (1622-1650) - Pionier einer vergleichenden Religionswissenschaft?, Masterarbeit Universität Leipzig 2014, URL: https://www.db-thueringen.de/receive/dbt_mods_00032738; DOI: 10.22032/dbt.32738.

(2011) Landesherrlicher Pietismus unter Graf Heinrich II. (1696-1722) in Reuß-Obergreiz, Bachelorarbeit Friedrich-Schiller-Universität Jena 2011 (unveröffentlicht).

Auswahl:

(2018) Vortrag zu "Ein generisches Editionsportal (nicht nur) für Thüringen" im Rahmen des Workshops "(Digitale) Publikationsformen" der AG eHumanities in der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (aufgrund eines Forschungsaufenthaltes in den USA hielt den Vortrag stellvertretend PD Dr. Julia Schmidt-Funke)

(2018) Vortrag zu "Die Bestimmung von Emotionen in Briefen pietistischer Schreiber*innen mit Hilfe computergestützter Verfahren" auf dem V. Internationalen Kongress für Pietismusforschung, 26.-29 August 2018 in Halle/Saale.

(2018) Planung, Organisation und Durchführung des Fachtages Digital Humanities in Thüringen zum Thema "Daten vernetzen, Ressourcen verknüpfen. Neue Herausforderungen für den digitalen Wandel (nicht nur) in Thüringen", 9. August in Gotha (zusammen mit Dr. Hendrikje Carius, Swantje Dogunke und PD Dr. Julia Schmidt-Funke), Tagungsbericht: www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-8015

(2017) Planung, Organisation und Durchführung des Thementages "Digital Humanities in Jena", 23. November, Jena (zusammen mit dem DHnet Jena); Tagungsbericht: www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7576.

(2017) Planung, Organisation und Durchführung des Workshops "Editionsportale" vom 3. bis 4. August an der Universität Jena (zusammen mit  PD Dr. Julia Schmidt-Funke) und Vortrag mit dem Titel "Das Editionsportal Thüringen - Idee, Ziele, Herausforderungen", Tagungsbericht: www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7350.

(2017) Vortrag zum vorläufigen Abschluss des Projektes "Digitale Edition der Briefe Erdmuthe Benignas von Reuß-Ebersdorf (1670-1732)" am 15. Juni 2017 in Jena, mit einer Einführung von Prof. Dr. Heide Wunder.

(2015) Vortrag zum Thema "Digitale Edition der Briefe Erdmuthe Benignas von Reuß-Ebersdorf (1670-1732)" am 7. Dezember 2015 im Kolloquium des DHnet Jena.

(2015) Vortrag zum Thema "Erdmuthe Benigna von Reuß- Ebersdorf (1670-1732). Porträt einer zentralen Figur des frühen Ebersdorfer Pietismus" am 26. November 2015 im Comeniuszentrum in Saalburg-Ebersdorf.

(2015) Planung, Organisation und Durchführung des Workshops "Virtuelle Infrastrukturen für digitale Editionen. Entwicklungen, Perspektiven und Projekte" vom 12.-14. November 2015 an der Forschungsbibliothek Gotha (zusammen mit Dr. Hendrikje Carius, Forschungsbibliothek Gotha), Tagungsbericht: http://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6575

(2015) Vortrag zum Thema "Digitale Edition der Briefe Erdmuthe Benignas von Reuß-Ebersdorf (1670-1732)" auf der Tagung "Digitale Metamorphose: Digital Humanities und Editionswissenschaft" vom 2.-4. November 2015 in der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.

(2015) Vortrag zum Thema "Selbstentwurf und Herrschaftspraxis. Die Briefe Erdmuthe Benignas von Reuß-Ebersdorf (1670-1732)" auf Interdisziplinärer Tagung "Gender - Pietismus - Adel" vom 21.-24. Oktober 2015 in den Franckeschen Stiftungen zu Halle.

(2015) Vortrag zum Thema "Digitale Edition der Briefe Erdmuthe Benignas von Reuß-Ebersdorf" auf "22. Jahrestagung der ITUG" (international tustep user group) vom 7. bis 9. Oktober 2015 im Goethe- und Schiller-Archiv Weimar.

(2015) Vortrag zum Thema "Digitale Edition der Briefe Erdmuthe Benignas von Reuß-Ebersdorf" auf dem "2. Workshop zur Methodik und Praxis von Editionsprojekten in den Franckeschen Stiftungen" am 22. September 2015 in den Franckeschen Stiftungen zu Halle.

(2015) Planung und Durchführung der Tagung "Digital-Humanities in Thüringen" am 23. Juni 2015 an der Universität Erfurt (zusammen mit Dr. Hendrikje Carius, Forschungsbibliothek Gotha).

Auswahl:

Seit Sommersemester 2017 Fernstudium der Informatik an der Hochschule Trier.

(2018) Teilnahme am Workshop "Herausforderungen der Briefkodierung" am 29. und 30. Oktober in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

(2018) Teilnahme am Workshop "Reconstructing Historical Networks Digitally", 25.-27. Oktober in Washington DC.

(2017) Teilnahme an Tagung "Graphentechnologien. Neue Perspektiven für die Digital Humanities" und dem Workshop "Neo4j für Fortgeschrittene" in der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz.

(2017) Durchführung eines Digital-Humanities-Workshops im Rahmen der kirchengeschichtlichen Sozietät der Theologischen Fakultät der Universität Mainz am 9. und 10. Juni auf der Ebernburg (Bad Münster am Stein) (Inhalte: XML/TEI, HTML, XSLT, Netzwerkanalyse).

(2017) Teilnahme an Tagung "Geschichtswissenschaft im digitalen Zeitalter. Neue Zugänge für eine etablierte Disziplin?" (Digimet 2017) am 25./26. September an der Humboldt-Universität in Berlin.

(2016) Teilnahme am Workshop "Automatisierte Text- und Strukturerkennung als Grundlagentechnologie für die Digital Humanities" am 27.09.2016 in Jena.

(2016) Teilnahme an der "2. Münchner Digital Humanities Summerschool" (Inhalte: Python-Programmierung, Datenbanken, XML/TEI, XSLT, HTML, Normdaten, digitales Publizieren) vom 25.-29. Juni 2016 im Deutschen Museum in München.

(2016) Teilnahme am "3. Workshop zur Methodik und Praxis von Editionsprojekten in den Franckeschen Stiftungen" am 07. Juni 2016 in den Franckeschen Stiftungen zu Halle.

(2016) Teilnahme am Workshop "Anträge stellen in den Digital Humanities" am 01. Juni 2016 an der Universität Jena.

(2016) Teilnahme am Workshop "Interdisziplinäre Perspektiven in den Digital Humanities" am 19. April 2016 an der Universität Jena.

(2016) Teilnahme an Tagung "Neue Wege in die Digital Humanities - altertumswissenschaftliche und historische Perspektiven" am 10. März 2016 in Leipzig.

(2016) Teilnahme an 3. Tagung des Verbands "Digital Humanities im deutschsprachigen Raum e. V." zum Thema "Modellierung - Vernetzung - Visualisierung: Die Digital Humanities als fächerübergreifendes Forschungsparadigma" vom 07.-12. März 2016 in Leipzig (hierbei auch Teilnahme an Workshops zu interdisziplinären Repositorien für historische textbasierte Korpora, der Editionsumgebung nodegoat und Visualisierungsmethoden und -instrumente für historische Quellenkorpora).

(2016) Teilnahme am Workshop "Aufbau von Sprachressourcen: Nutzung von Angeboten des Deutschen Textarchivs" (Inhalte: Digitalisierung, OCR, XML/TEI, Clarin-D-Infrastruktur) vom 14.-16. Januar 2016 an der Universität Jena.

(2015) Teilnahme an und Vortrag auf dem "2. Workshop zur Methodik und Praxis von Editionsprojekten in den Franckeschen Stiftungen" am 22. 09. 2015 in den Franckeschen Stiftungen zu Halle.

(2015) Teilnahme am TextGrid-Nutzertreffen zum Thema "Lizenzierung und Publizieren" vom 11.- 13. Mai 2015 in Göttingen.

(2015) Teilnahme an Digital-Humanities-Summit und TextGrid-Grandtour vom 3.-5. März 2015 in Berlin.

  

SS 2019:

Seminar "Einführung in Methoden, Techniken und Werkzeuge der Digitalen Geschichtswissenschaft"

Der Digital Turn hat die Geistes- und Kulturwissenschaften vollends erfasst und gestaltet diese unter dem Label Digital Humanities zunehmend mit. Im Seminar werden wir uns damit beschäftigen, was sich hinter diesem Begriff verbirgt und wie sich die Anwendung digitaler Methoden und Techniken auf die Geschichtswissenschaft im Speziellen, bspw. ihre Erkenntnisinteressen, Methoden und Heuristiken sowie Arbeitsweisen und Fähigkeiten der Forschenden auswirkt. Indem zentrale Techniken und Methoden der Digital-History-Forschung kennengelernt werden (bspw. Digitalisierung und Aufbereitung historischer Quellen, automatische Volltexterkennung und -annotation, Digitale Editorik, Quantitative Analysen, Entitätenerkennung, Semantische Technologien, Historische Netzwerkanalyse, Geographische Informationssysteme, Datenvisualisierung etc.) soll der Anspruch der sich zunehmend als eigenständiger Forschungsbereich etablierenden Digital-History-Forschung kritisch hinterfragt und dabei deren Mehrwerte und Stärken aber auch Grenzen herausgearbeitet werden. Da die Digital Humanities ein stark international geprägter Forschungsbereich sind, wird - neben dem Interesse an digitalen Arbeitsweisen - die Bereitschaft zum Lesen englischsprachiger Texte vorausgesetzt. In der begleitenden Übung sollen die im Seminar besprochenen Techniken in der Praxis angewendet und eingeübt werden.


Übung "Praktische Anwendung grundlegender Techniken und Werkzeuge der Digitalen Geschichtswissenschaft"

Ergänzend zum Seminar "Einführung in Methoden, Techniken und Werkzeuge der Digitalen Geschichtswissenschaft" werden in der Übung zentrale Fertigkeiten aus dem Bereich der Digital History in der Praxisanwendung selbst ausprobiert und eingeübt, mit denen historische Quellen unter Zuhilfenahme digitaler Werkzeuge rekonstruiert, aufbereitet, verarbeitet, analysiert und publiziert werden können. Dazu gehören unter anderem Techniken der Volltexterkennung mittels OCR/HTR, der Texterfassung und -annotation mittels XML/TEI, der Texttransformation mittels XSLT, der Textpublikation mittels HTML sowie der Textanalyse mittels quantitativer Verfahren und Netzwerktechnologien. Die Voraussetzung zur Teilnahme ist neben dem Interesse am Erlernen digitaler Arbeitsweisen das Mitbringen eines eigenen Laptops sowie die Bereitschaft auch englischsprachige Texte zu lesen.


Literatur: Fotis Jannidis u.a. (Hg.): Digital Humanities : eine Einführung. Stuttgart 2017; Jörg Wettlaufer: Neue Erkenntnisse durch digitalisierte Geschichtswissenschaft(en)? Zur hermeneutischen Reichweite aktueller digitaler Methoden in informationszentrierten Fächern. In: Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften. 2016. DOI: 10.17175/2016_011.; Laura Busse u.a. (Hg.): Clio Guide. Ein Handbuch zu digitalen Ressourcen für die Geschichtswissenschaften. 2. erw. und aktualisierte Aufl., Berlin 2018, URL: https://guides.clio-online.de/guides.


Vergangene:

Juni 2017: Durchführung eines Digital-Humanities-Workshops im Rahmen der kirchengeschichtlichen Sozietät der Theologischen Fakultät der Universität Mainz am 9. und 10. Juni auf der Ebernburg (Bad Münster am Stein) (Inhalte: XML/TEI, HTML, XSLT, Netzwerkanalyse).

WS 2015/16: Übung zum Thema "Erschließung handschriftlicher Quellen der Neuzeit. Vom Archiv bis zur (digitalen) Edition", Historisches Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena (gemeinsam mit Julia A. Schmidt-Funke).

SS 2018: Übung zum Thema "Erschließung handschriftlicher Quellen der Neuzeit. Vom Archiv bis zur digitalen Edition", Historisches Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Im Mittelpunkt der Übung steht die Transkription handschriftlicher Quellen der Neuzeit. Eingeübt wird das Lesen deutscher Handschriften in Kurrentschrift aus dem 16. bis 20. Jahrhundert anhand ausgewählter Beispiele. Gern können auch Handschriften für die gemeinsame Lektüre ins Seminar mitgebracht werden (z.B. Briefe der Groß- oder Urgroßeltern). Ergänzend bietet die Übung einen Einstieg in die digitale Editionsarbeit.

Kurt Dülfer, Hans-Enno Korn (Bearb.): Schrifttafeln zur deutschen Paläographie des 16.-20. Jahrhunderts, hrsg. von Karsten Uhde, Marburg 2007; Hans Wilhelm Eckardt, Gabriele Stüber, Thomas Trumpp, "Thun kund und zu wissen jedermänniglich". Paläographie, Aktenkunde, archivalische Textsorten, Köln 1999; Paul Arnold Grun, Leseschlüssel zu unserer alten Schrift, Limburg/Lahn 1984; Elisabeth Noichl (Bearb.): Deutsche Schriftkunde der Neuzeit. Ein Übungsbuch mit Beispielen aus bayerischen Archiven, München 2006; Simon Teuscher (Hrsg.): Ad fontes - Eine Einführung in den Umgang mit Quellen im Archiv, URL: http://www.adfontes.uzh.ch/1000.php.