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Prof. Dr. Thomas Kroll

Inhaber der Professur

Professur für Westeuropäische Geschichte
Historisches Institut
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Fürstengraben 13
07743 Jena

Raum 110

Tel.: +49 (0)3641 - 9 44 460 (Sekretariat)
Fax: +49 (0)3641 - 9 44 462

E-Mail:

Sprechstunde im Semester

Mittwoch 

10:30 - 11:30 Uhr



Wintersemester 2018

  • Vorlesung: Geschichte Frankreichs seit 1880

Di 12-14 Uhr | UHG, HS 144

Die Vorlesung bietet einen Überblick zur Geschichte Frankreichs seit 1880, also vom Beginn der klassischen Moderne bis zur Gegenwart. Dabei werden die wichtigen Zäsuren und Entwicklungslinien der politischen Geschichte herausgearbeitet (von der Gründung der Dritten Republik über den Ersten Weltkrieg, die Jahre der Volksfrontregierung; das Regime von Vichy, die Ära De Gaulle bis zur Gegenwart) und die fundamentalen Wandlungsprozesse in Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur behandelt. Kenntnisse der französischen Sprache sind nicht erforderlich.
Literatur: Jean Favier (Hg.), Geschichte Frankreichs, Bde. 4-6, Stuttgart 1989-1995; Heinz-Gerhard Haupt u.a., Kleine Geschichte Frankreichs, Stuttgart 1997; Jens Ivo Engels, Kleine Geschichte der Dritten Französischen Republik, Köln 2007; Maurice Agulhon, The French Republic 1879-1992, Oxford 1995; Rod Kedwar, La vie en bleu. France and the French since 1900, London 2006; Ernst Weisenfeld, Geschichte Frankreichs seit 1945: von de Gaulle bis zur Gegenwart, 3. Auflage, München 1997.
  • Lese- und Schreibwerkstatt zur Agrargeschichte

Mi 12-14 Uhr | HI, SR

Die ländlichen Gesellschaften und die Landwirtschaft haben im 19. und 20. Jahrhundert einen tiefgreifenden Wandlungsprozess durchlaufen, der für die moderne Gesellschaft von fundamentaler Bedeutung gewesen ist. Die Lebensverhältnisse der Bauern, Landarbeiter sowie Grundbesitzer, aber auch das Verhältnis der Agrarproduktion zur Umwelt änderten sich grundlegend. Die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln und ihre Ernährungsgewohnheiten wandelten sich dieser Epoche ebenfalls. Im Zeitalter der Globalisierung ist nur noch ein geringer Teil der Bevölkerung westeuropäischer Industrieländer in der Landwirtschaft beschäftigt, die seit dem letzten Drittel des 20. Jahrhunderts hochtechnisiert ist und sich dem Problem des Klimawandels stellen muss. Anhand dieser Thematik wird die Lese- und Schreibwerkstatt das Lesen und Verfassen fachwissenschaftlicher Texte einüben. Neben Grundlagen der Literaturrecherche vermittelt sie ferner, wie fachwissenschaftliche Texte unterschiedlicher Art und Komplexität gelesen und wie sie geschrieben werden. Sie macht mit den Formen historischer Darstellung vertraut und führt in die Methodik der Geschichtswissenschaft ein. Eigene Texte werden in regelmäßigen Hausaufgaben erarbeitet und im Seminarverlauf zu einem Portfolio zusammengestellt. Zentrales Lernziel ist die argumentative Auseinandersetzung mit historischen Problemstellungen sowie die Formulierung und Präsentation eigener Positionen in einer angemessenen wissenschaftlichen Sprache.
Literatur: Beinke, Christiane [u.a.]: Die Seminararbeit. Schreiben für den Leser (UTB 8390), Konstanz ²2011, E-Book 2011 (http://www.utb-studi-e-book.de/9783838584706); Schmale, Wolfgang (Hg.): Schreib-Guide Geschichte. Schritt für Schritt wissenschaftliches Schreiben lernen (= UTB 2854). Wien 2006, E-Book 2012 (http://www.utb-studi-e-book.de/9783838528540); Werner Rösener, Einführung in die Agrargeschichte, Darmstadt 1997 ; Ulrich Ermann u.a., Agro-Food-Studies. Eine Einführung, Köln 2018.

  • Aufbaumodul: Die Intellektuellen. Kritik und Öffentlichkeit im späten 19. und 20. Jahrhundert

Di 14-16 Uhr | UHG, SR 165

Die Figur des modernen "Intellektuellen" kam am Ende des 19. Jahrhunderts in Frankreich auf, als die Konflikte um die Dreyfus-Affäre das Land erschütterten. Schriftsteller, Künstler und Wissenschaftler intervenierten in der politischen Arena und legten dort ihre künstlerische oder wissenschaftliche Reputation in die Waagschale, um eine politische Position oder Richtung zu unterstützen. Im Laufe des 20. Jahrhunderts fanden die Figur und das Rollenverständnis von Intellektuellen auch in Deutschland rasch Verbreitung. Das Seminar bietet eine exemplarische Einführung in die Fragestellungen und Kontroversen der jüngsten Intellektuellengeschichte. Wann kam die Figur des modernen "Intellektuellen" auf, wie verstanden Intellektuelle ihre Aufgabe in der modernen Gesellschaft, welche Rolle spielten sie in Öffentlichkeit und Politik? Welche politischen Ideen vertraten sie? Wie änderte sich ihre Funktion in der wechselhaften Geschichte des 20. Jahrhunderts?
Literatur: Gangolf Hübinger/Wolfgang J. Mommsen (Hrsg.), Intellektuelle im deutschen Kaiserreich, Frankfurt a.M. 1993; Michel Winock, Das Jahrhundert der Intellektuelle, Konstanz, 2. Auflage 2007; Christophe Charle, Vordenker der Moderne. Die Intellektuellen im 19. Jahrhundert, Frankfurt a.M. 1997; Dietz Bering, Die Epoche der Intellektuellen 1898-2001. Geburt, Begriff, Grabmal, Berlin 2010; Ingrid Gilcher-Holtey, Eingreifendes Denken. Die Wirkungschancen von Intellektuellen, Weilerswist 2007.

  • Hauptseminar: Internationalismus in der sozialistischen Arbeiterbewegung. Die "Zweite Internationale" (1889-1914)

Mi 16-18 Uhr | UHG, SR 162

Die internationale Arbeiterbewegung vom späten 19. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg stellte einen Versuch dar, über die Grenzen der Nationalstaaten hinweg, solidarische Strukturen zu schaffen und eine gemeinsame politische Strategie der sozialistischen Bewegungen zu entwickeln. Internationale Formen der Kooperation beschränkten sich nicht auf die Parteien, sondern erstreckten sich auf die Gewerkschafts- und Genossenschaftsbewegungen. Am Beispiel der zweiten sozialistischen Internationale behandelt das Seminar aktuelle Fragestellungen der Forschung zum Internationalismus und der Geschichtsschreibung transnationaler Beziehungen. Dazu wird es exemplarische Institutionen und Netzwerke, Biographien und Debatten in den Blick nehmen.
Literatur: Georges Haupt, Programm und Wirklichkeit. Die internationale Sozialdemokratie vor 1914, Neuwied 1979; Kevin J. Callahan, Demonstration Culture. European Socialism and the Second International, 1889-1914, Leicester 2010; Sebastian D. Schickl, Universalismus und Partikularismus. Erfahrungsraum, Erwartungshorizont und Territorialdebatten in der diskursiven Praxis der II. Internationale, 1889-1917, St. Ingbert 2012; Moira Donald, Workers of the World Unite? Exploring the Enigma of the Second International, in: Martin H. Geyer/ Johannes Paulmann (Hrsg.), The Mechanism of Internationalism, Oxford 2001, S. 177-203.

  • Interdisziplinäres Einführungsmodul M.A. Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts
  • Oberseminar: Oberseminar zur Westeuropäischen Geschichte

Di 16-18 Uhr | UHG, SR 164

Das Oberseminar/Kolloquium bietet Master-, Staatsexamens- und Bachelor-Kandidaten die Gelegenheit, ihre Abschlussarbeiten im Kreise der Teilnehmer zu präsentieren und zu diskutieren. Für Studierende des B.A.-Studiengangs ist die Veranstaltung als Teil des Vertiefungsmoduls anrechenbar. Überdies diskutieren wir über wichtige Neuerscheinungen und Methodenfragen im Bereich der westeuropäischen Geschichte vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. Interessierte Studierende in fortgeschrittenen Semestern sind ebenfalls herzlich willkommen. Für Teilnehmer am B.A.-Vertiefungsmodul wird um Anmeldung in Friedolin und die frühzeitige Besprechung des Examensthemas spätestens bis zum Semesterbeginn gebeten.

Sommersemester 2018

  • Vorlesung: Geschichte des europäischen Kolonialismus (18.-20. Jahrhundert)
  • Seminar/ Übung: Deutsche Kolonialgeschichte (1884-1918) im Westeuropäischen Vergleich
  • Hauptseminar: Der deutsche Kommunismus, 1919-1949 (im westeuropäischen Vergleich)
  • Oberseminar: Oberseminar zur Westeuropäischen Geschichte

Wintersemester 2017/2018

Sommersemester 2017

  • Forschungssemester

Wintersemester 2016/2017

  • Vorlesung: Die Toskana seit dem 18. Jahrhundert. Geschichte einer europäischen Region
  • Hauptseminar: Geschichte der deutsch-italienischen Beziehungen seit dem 18. Jahrhundert
  • Lese- und Schreibwerkstatt zur Geschichte des Kommunismus
  • Übung: "Raum" und "Geschichte". Aktuelle Tendenzen der Geschichtswissenschaft
  • Interdisziplinäres Einführungsmodul M.A. Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts
  • Oberseminar: Oberseminar zur Westeuropäischen Geschichte


Sommersemester 2016

  • Vorlesung: "Historikerwelten". Geschichte der Geschichtsschreibung seit 1880
  • Aufbaumodul: Eine Revolution der Geschichtsschreibung im 20. Jahrhundert. Die Sozialgeschichte der Annales-Schule
  • Übung: Die "Zweite Internationale". Internationalismus und transnationale Beziehungen in der sozialistischen Arbeiterbewegung (1889-1914)
  • Hauptseminar: Sozialer Protest und politische Bewegung in der ländlichen Gesellschaft vom späten 18. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts
  • Oberseminar: Oberseminar zur Westeuropäischen Geschichte


Wintersemester 2015/2016

  • Vorlesung: Westeuropa 1880-1914: Krise und Aufbruch in die Moderne
  • Aufbaumodul: Internationalismus und internationale Organisationen um 1900. Einführung in die transnationale Geschichte
  • Hauptseminar: Agrarischer Kapitalismus und sozialer Wandel in West- und Südeuropa (18. bis 20. Jahrhundert). Die ländliche Gesellschaft auf dem Weg in die Moderne
  • Übung: Imperialismus, Kapitalismus, soziale Krise - Westeuropa um 1900
  • Oberseminar: Oberseminar zur Westeuropäischen Geschichte
  • Interdisziplinäres Einführungsmodul M.A. Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts


  • Vergleichende politische Sozial- und Kulturgeschichte West- und Südeuropas im 19. und 20. Jahrhundert
  • Geschichte des Risorgimento
  • Intellektuellenforschung
  • Historiographie- und Wissenschaftsgeschichte
  • Transnationale Eliten des 19. Jahrhunderts
  • Geschichte der europäischen Arbeiterbewegung und des Kommunismus


1. Monographien

  • Kommunistische Intellektuelle in Westeuropa. Frankreich, Österreich, Italien und Großbritannien im Vergleich (1945-1956), Köln 2007, 778 S. (Industrielle Welt, Band 71) (2. Auflage 2009).
  • Die Revolte des Patriziats. Der toskanische Adelsliberalismus im Risorgimento, Tübingen 1999 (Bibliothek des Deutschen Historischen Instituts in Rom Bd. 90).
  • La rivolta del patriziato. Il liberalismo della nobiltà nella Toscana del Risorgimento, Prefazione di Simonetta Soldani, Traduzione di Loredana Melissari, Firenze 2005 (Biblioteca Storica Toscana Bd. 47).

2. Edition

  • Max Weber, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Wirtschaft und die gesellschaftlichen Ordnungen und Mächte: Herrschaft, Max Weber Gesamtausgabe, Abteilung I, Band 22-4, hg. von Edith Hanke in Zusammenarbeit mit Thomas Kroll, Tübingen 2005.
  • Italienische Übersetzung: Max Weber, Economia e società. Dominio, a cura di Edith Hanke in collaborazione con Thomas Kroll, Edizione italiana a cura di Massimo Palma, Roma 2012.
  • Studienausgabe Max Weber, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Wirtschaft und die gesellschaftlichen Ordnungen und Mächte: Herrschaft, Max Weber Gesamtausgabe, Abteilung I, Band 22-4, hg. von Edith Hanke in Zusammenarbeit mit Thomas Kroll, Tübingen 2009.

3. Sammelbände

  • (Hg.) zusammen mit Peter Kofler und Siegfried Seifert, Anna Amalia und die Italienbeziehungen im klassischen Weimar, Bozen 2010.
  • (Hg.) zusammen mit Hendrik Ehrhardt, Energie in der modernen Gesellschaft. Zeithistorische Perspektiven, Göttingen 2012.
  • (Hg.) zusammen mit Tilman Reitz, Intellektuelle in der Bundersepublik Deutschland. Verschiebungen im politischen Feld der 1960er und 1970er Jahre, Göttingen 2013.
  • (Hg.) zusammen mit Frank Jung, Italien in Europa. Die Zirkulation der Ideen im Zeitalter der Aufklärung, Paderborn 2014.

4. Reihe

  • Collana di storia delle élite europee del XIX secolo, Soveria Mannelii: Rubettino (hg. zusammen mit Andrea Ciampani, Jan De Mayer, Giovanni Orsina, Bogdan Szlachta und Rita Tolomeo)

5. Aufsätze

  • Gino Capponi nel 1830. Progresso civile e autoamministrazione locale, in: Paolo Bagnoli (Hg.), Gino Capponi. Storia e progresso nell'Italia dell'Ottocento, Firenze 1994, S. 243-262.
  • Das "jakobinische Italien". Demokraten und Republikaner in der Revolution von 1848/49, in: Irmtraud Götz von Olenhusen (Hg.), 1848/49 in Europa und der Mythos der Französischen Revolution, Göttingen 1998, S. 39-62.
  • Sozialgeschichte, in: Christoph Cornelißen (Hg.), Geschichtswissenschaften. Eine Einführung, Frankfurt a.M. 2000, S. 149-161.
  • Max Webers Idealtypus der charismatischen Herrschaft und die zeitgenössische Charisma-Debatte, in: Edith Hanke/ Wolfgang J. Mommsen (Hg.), Max Webers Herrschaftssoziologie, Tübingen 2001, S. 47-72.
  • Nobiltà e nazione nel Risorgimento: il caso toscano, in: Rassegna Storica del Risorgimento 88 (2002), S. 27-42.
  • Dynastische Adelspolitik und gesellschaftlicher Wandel im Italien des Risorgimento. Der toskanische Adel in der bürokratischen Monarchie, in: Eckart Conze/ Monika Wienfort (Hg.), Adel und Moderne. Deutschland im europäischen Vergleich im 19. und 20. Jahrhundert, Köln 2004, S. 19-39.
  • "Der letzte Revolutionär". Überlegungen zur Autobiographie von Eric J. Hobsbawm, in: Neue Politische Literatur 49 (2004) S. 26-33.
  • La rivoluzione italiana del 1848/49 nella cultura politica tedesca, in: Renato Camurri (ed.), Memorie, protagonisti e rappresentazioni del 1848 italiano, Vicenza 2006, S. 39-61.
  • Glaube und Herrschaft. Max Weber und die irrationalen Elemente einer Soziologie der Herrschaft, in: Erwägen, Wissen, Ethik 17 (2006), S. 124-126.
  • Kommunistische Intellektuelle im westlichen Deutschland (1945-1956). Eine glaubensgeschichtliche Untersuchung in vergleichender Perspektive, in: Geschichte und Gesellschaft 33 (2007), S. 258-288.
  • Auf dem Weg zu einer europäischen Zeitgeschichte? Neue Gesamtdarstellungen der Geschichte Europas nach 1945, in: Neue Politische Literatur 52 (2007), S. 57-67.
  • Generationenverhältnisse und politischer Konflikt während der Studentenrevolte von 1968 in der Bundesrepublik Deutschland, in: Annemarie Steidl et al (Hg.), Übergänge und Schnittmengen. Arbeit, Migration, Bevölkerung und Wissenschaftsgeschichte in Diskussion, Wien 2008, S. 319-346.
  • Italienische Gewerkschafts- und Arbeitskulturen im Übergang von der industriellen zur postindustriellen Gesellschaft, in: Neue Politische Literatur 53,2 (2008), S. 269-280.
  • Demokratie und Stalinismus im politischen Glauben der kommunistischen Intellektuellen Italiens während des Kalten Kriegs (1945-1956), in: Petra Terhoeven (Hg.), Italien, Blicke. Neue Perspektiven der italienischen Geschichte. Göttingen 2010, S. 159-183.
  • Herder in Italien. Politische Formen der Wahrnehmung Italiens am Ende des 18. Jahrhunderts, in: Peter Kofler u.a. (Hg.), Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach und die Italien-Beziehungen im klassischen Weimar, Bozen 2010, S. 139-152.
  • Historiographiegeschichte als Zeitgeschichte. Die Sozialhistorie Westeuropas seit den 1960er Jahren, in: Hamid Reza Yousefi/ Herman-Josef Scheidgen/ Klaus Fischer/ Heinz Kimmerle (Hg.), Wege zur Geschichte. Konvergenzen - Divergenzen - Interdisziplinäre Dimensionen, Nordhausen 2010, S. 165-194.
  • Zur Max Weber-Rezeption in der westdeutschen Historiographie, in: Christoph Cornelißen (Hg.), Geschichtswissenschaft in der Demokratie. Wolfgang J. Mommsen und seine Generation, Berlin 2010, S. 189-205.
  • Linksnationale Intellektuelle in der frühen Bundesrepublik Deutschland zwischen Antikommunismus und Stalinismus: der Kreis um die Deutsche Woche, in: Alexander Gallus/ Axel Schildt (Hg.), Rückblickend in die Zukunft. Politische Öffentlichkeit und intellektuelle Positionen um 1950 und 1930, Göttingen 2011, S. 432-455.
  • A proposito di "Unser Kampf" di Götz Aly, in: Quaderni Storici 136 (2011), S. 287-394.
  • Tendenze recenti della storiografia tedesca sull'Italia del Risorgimento, in: Salvatore Botta (Hg.), La storia degli altri. La storia dell'Italia contemporanea vista da fuori, Saveria Mannelli 2012, S. 71-81.
  • Austria al bivio. La politica toscana dell'Austria alla vigilia della guerra del 1859, in: Giustina Manica (Hg.), La rivoluzione toscana del 1859, l'unità d'Italia e il ruolo di Bettino Ricasoli, Firenze 2012, S. 165-182.
  • Protestantismus und Kernenergie. Die Debatte in der evangelischen Kirche der Bundesrepublik Deutschland in den 1970er und frühen 1980er Jahren, in: Hendrik Ehrhardt/ Thomas Kroll (Hg.), Energie in der modernen Gesellschaft. Zeithistorische Perspektiven, Göttingen 2012, S. 93-115.
  • Die Monarchie und das Aufkommen der Massendemokratie. Deutschland und Großbritannien im Vergleich (1871-1914), in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 61,4 (2013), S. 311-328.
  • Die Anfänge der microstoria. Methodenwechsel, Erfahrungswandel und transnationale Rezeption in der europäischen Historiographie der 1970er und 1980er Jahre, in: Jeanette Granda/ Jürgen Schreiber (Hg.), Perspektiven durch Retrospektiven. Wirtschaftsgeschichtliche Beiträge, Köln 2013, S. 267-287.
  • Der Linksprotestantismus in der Bundesrepublik Deutschland der 1960er und 1970er Jahre. Helmut Gollwitzer, Dorothee Sölle und Jürgen Moltmann, in: Thomas Kroll/ Tilman Reitz (Hg.), Intellektuelle in der Bundesrepublik Deutschland. Verschiebungen im politischen Feld in den 1960er und 1970er Jahren, Göttingen 2013, S. 103-122.
  • zusammen mit Tilman Reitz, Zeithistorische und wissenssoziologische Zugänge zu den Intelektuellen der 1960er und 1970er Jahre, in: Thomas Kroll/ Tilman Reitz (Hg.), Intellektuelle in der Bundesrepublik Deutschland. Verschiebungen im politischen Feld in den 1960er und 1970er Jahren, Göttingen 2013, S. 7-18.
  • zusammen mit Frank Jung, Die Zirkulation der Ideen und der transnationale Kulturtransfer im Europa der Aufklärung. Ein Vowort, in: dies., (Hg.), Italien in Europa. Die Zirkulation der Ideen im Zeitalter der Aufklärung, Paderborn 2014, S. 7-12.
  • Der Historiker als Kulturvermittler. Johann Friedrich Le Bret (1732-1807) und die deutsche Italien-Geschichtsschreibung im Zeitalter der Aufklärung, in: Frank Jung/ Thomas Kroll (Hg.), Italien in Europa. Die Zirkulation der Ideen im Zeitalter der Aufklärung, Paderborn 2014, S. 281-312.
  • Leidenschaft und Melancholie. François Furets politische Biographie, in: Zeitschrift für Ideengeschichte VIII/3 Herbst 2014, S. 219-222.
  • Führerkult und Massendemokratie um 1900. Die sozialistischen Parteien in Deutschland, Frankreich und Italien im Vergleich, in: Stefan Gerber/ Werner Greiling/ Tobias Kaiser/ Klaus Ries (Hrsg.), Zwischen Stadt, Staat und Nation. Bürgertum in Deutschland, Göttingen 2014, S. 541-558.
  • Französische Nationalgeschichte schreiben heute? Überlegungen zur "Histoire de la France contemporaine", in: Neue Politische Literatur 58,3 (2013), S. 365-373.
  • Eurokommunismus und linke Intellektuelle in der Bundesrepublik Deutschland. Eine transnationale Debatte (1975-1980), in: Axel Schildt (Hrsg.), Von draußen. Ausländische Einflüsse in der Bundesrepublik Deutschland bis 1990, Göttingen 2016, S. 234-255.
  • Kommunismuskritik und Intellektuellenrolle. Ernst Fischer und der Kreis um das Tagebuch, in: Austriaca. Cahiers universitaires d'information sur l'Autriche 40 (2016), H. 80, S. 107-125.
  • Ricasoli, Bettino, in: Dizionario biografico degli italiani, Bd.87, Rom 2016, S. 131-137.
  • "Leader" e "masse". Max Weber, la SPD e il dibattito sociologico sulla democrazia nell'impero tedesco, in: Christoph Cornelißen/ Paolo Pombeni (Hrsg.), Spazi politici, società e individuo: le tensioni del moderno, Bologna 2016, S. 81-112.
  • Neue Forschungen zur Geschichte der Sozialgeschichte in Westeuropa, in: Archiv für Sozialgeschichte 57 (2017), S. 537-552.

  •  Jahrgang 1965
  • 1986-1992 Studium der Geschichte, Sozialwissenschaft und ev. Theologie an den Universitäten Bielefeld, Köln, Florenz und Düsseldorf
  • 1992 Magister Artium an der Universität zu Köln
  • 1992-1997 Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Max Weber-Gesamtausgabe
  • 1997 Promotion an der Universität Düsseldorf bei Prof. Dr. Wolfgang J. Mommsen mit einer Arbeit über den toskanischen Adelsliberalismus im Risorgimento
  • 1998-2001 Mitarbeiter des Deutschen Historischen Instituts in Rom
  • 2001 Habilitationsstipendiat des Deutschen Historischen Instituts in Paris
  • 2001-2003 Lise Meitner-Forschungsstipendiat des österreichischen Fonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung und Lehrbeauftragter am Institut für Geschichte der Universität Salzburg
  • 2004-2007 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Institut der Universität Gießen im Rahmen des DFG-Projekts "Historisch-kritische Edition ausgewählter Briefe von Werner Sombart (1863-1941)"
  • 2005 Habilitation im Fach Neuere und Neueste Geschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen mit der Schrift "Kommunistische Intellektuelle in Westeuropa 1945-1956). Eine vergleichende politische Glaubensgeschichte"
  • Februar 2006 Privatdozent an der Justus-Liebig-Universität Gießen
  • 2006/2007 Membership, School of Historical Studies, Institute for Advanced Study, Princeton
  • Seit April 2007 Professor für Westeuropäische Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
  • April 2007 Wahl zum Mitglied des Arbeitskreises für Moderne Sozialgeschichte
  • April 2009 Wahl zum Mitglied der Historischen Kommission für die Toskana (Deputazione di Storia Patria per la Toscana)
  • seit 2010 Mitglied der Leitung/Board des europäischen Forschungsnetzwerks Encounters of European Elites in the 19th Century (EECE)
  • WS 2012/2013 Gastprofessor an der Universität Rom (LUMSA)
  • seit 2016 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des "Archivio Storico Italiano"
  • seit 2018 Redakteur und Mitherausgeber des "Archivs für Sozialgeschichte"