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Forschungsstelle für Neuere Regionalgeschichte Thüringens

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Postadresse

PD Dr. Stefan Gerber
Historisches Institut
Fürstengraben 13
07743 Jena

Büro

Historisches Institut
Raum 210

Tel.: (03641) 9444-43
Fax: (03641) 9444-32
E-Mail:

Sprechzeiten in der vorlesungsfreien Zeit

nach Vereinbarung


Neuerscheinung Herbst 2018:
Stefan Gerber (Hrsg.), das Ende der Monarchie in den deutschen Kleinstaaten.
Vorgeschichte, Ereignis und Nachwirkungen in Politik und Staatsrecht 1914-1939
http://www.boehlau-verlag.com/978-3-412-50887-6.html






Sommersemester 2018

  • Hauptseminar: Grenzregionen im 19. und 20. Jahrhundert

Mo 14-16 Uhr | UHG, SR 168

Eine vergleichende deutsche und europäische Regionalgeschichte widmet Grenzregionen als oftmals umkämpften Übergangs-, Konflikt- und Begegnungsräumen besondere Aufmerksamkeit. Grenzregionen mit ihren sprachlichen und kulturell-ethnischen Gemengelagen, ihren wechselnden politisch-staatlichen Zugehörigkeiten und ihren konkurrierenden, dynamischen Identitäten ermöglichen vielfältige Einblicke in die historischen und aktuellen Prozesse, die Regionen in der Spannung von Natur-, Kultur- und Geschichtsraum Kontur und Kohärenz verleihen. Das Seminar wird sich diesen Fragen besonders anhand der Beispiele (Süd-)Tirol, Oberschlesien, Elsass und Nordschleswig im 19. und 20. Jahrhundert nähern, aber auch übergreifende Fragen regionaler Identitäten und Raumkonstruktionen thematisieren.
Aus der umfangreichen Literatur seien zur Einführung nur die Beiträge zweier Sammelbände empfohlen: Michael G. Müller/Rolf Petri, Die Nationalisierung von Grenzen. Zur Konstruktion nationaler Identitäten in sprachlich gemischten Grenzregionen, Marburg 2002; Christophe Duhamel/Andreas Kossert/Bernhard Stuck (Hrsg.), Grenzregionen. Ein europäischer Vergleich vom 18. bis zum 20. Jahrhundert, Frankfurt/New York 2007.

  • Basismodul: Medienstar, Psychopath, "Herr der Mitte" - Kaiser Wilhelm II.

Mo 10-12 Uhr | UHG, SR 276

Nicht nur Peter Schamonis erfolgreicher Dokumentarfilm "Majestät brauchen Sonne" von 1999, sondern auch die Vielzahl kommunikationsgeschichtlicher und kulturwissenschaftlicher Studien zu Kaiser Wilhelm II. aus den letzten Jahren zeigen, dass das historiographische und öffentliche Interesse am deutschen Kaiser der Jahre 1888-1918 und an seinem "Nachleben" im niederländischen Exil bis 1941 ungebrochen ist. Das Seminar schlägt den Bogen von den zeitdiagnostischen und zeitkritischen Kaiser-Wahrnehmungen vor 1918, über den sich vor allem nach Kriegsniederlage und Revolution verdichtenden Psychopathologisierungs-Diskurs zu Wilhelm II. bis hin zu Etappen und politischem Kontext der historischen Forschung zu "Wilhelm dem Letzten" (John C. G. Röhl) zwischen dem Ende des Zweiten Weltkrieges und heute. Zugleich führt das Seminar an diesem Beispiel in Problemfelder und Methoden der Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts ein.
Zum biographischen Überblick liegt von John C. G. Röhl, dem Autor der 4000-seitigen Monumental-Biographie zu Wilhelm II., das Bändchen John C. G. Röhl, Wilhelm II., München 2013 vor, das in aller Kürze Röhls Wilhelm II.-Deutungen gut deutlich werden lässt. Aus verschiedenen Perspektiven gegen Röhl argumentierend und zugleich in die neuere Wilhelm II.-Forschung einführend: Wolfgang J. Mommsen, War der Kaiser an allem schuld? Wilhelm II. und die preußisch-deutschen Machteliten, München 2002; Christopher Clark, Wilhelm II. Die Herrschaft des letzten deutschen Kaisers, München 2008.

  • Übung: Die föderative Nation - Quellen zur Geschichte des deutschen Föderalismus im 19. und 20. Jahrhundert

Mo 12-14 Uhr | UHG, SR 163

1958 nannte Golo Mann den deutschen Föderalismus "das Beste, für die Nation und potentiell auch für Europa Fruchtbarste, was Deutschlands politisches Ingenium schuf". Und in der Tat sind föderale Ordnungsmodelle nicht nur elementarer Bestandteil der politischen Geschichte Deutschlands im 19. und 20. Jahrhundert. Je mehr die europäischen Zentralstaaten in den Sog von "Devolution" und Regionalisierung geraten, und je intensiver eine mögliche europäische Staatlichkeit diskutiert wird, desto mehr richtet sich der Blick auf erprobte Föderalismusmodelle. Dennoch tun sich die Deutschen - anders als die Schweizer oder Amerikaner - schwer mit der Diversität, der einzelstaatlichen Identitätswahrung und den Ungleichgewichten, ohne die es keinen Föderalismus gibt. Schnell ist noch immer die polemische Formel des 19. Jahrhunderts von der "Kleinstaaterei" bei der Hand. Die Idee des Konkurrenz- oder "Wettbewerbsföderalismus" ist zunehmend verpönt.
Vor diesen aktuellen Hintergründen widmet sich die Übung der gemeinsamen Lektüre, Kontextualisierung und Interpretation von Quellentexten zu den Strukturen und Funktionen des deutschen Föderalismus im 19. und 20. Jahrhundert und zu seinen ideengeschichtlichen Voraussetzungen von der Spätphase des Alten Reiches bis 1990.
Einen ganz knapp einführenden, instruktiven Überblick geben: Gerhard A. Ritter, Der Föderalismus in Deutschland. Geschichte und Gegenwart, in: Thomas Hertfelder/Andreas Rödder (Hrsg.), Modell Deutschland. Erfolgsgeschichte oder Illusion, Göttingen 2007, S. 78-95; Ders., Föderalismus und Parlamentarismus in Deutschland in Geschichte und Gegenwart, München 2005. - Einführung und Überblick bietet: Albert Funk, Kleine Geschichte des Föderalismus. Vom Fürstenbund zur Bundesrepublik, Paderborn u. a. 2010.

14 tägig Mo 16-18 Uhr | HI, SR (Beginn 16.04.2018)

Das Kolloquium bietet ein Vortrags- und Diskussionsforum für Forschungen zur Geschichte Thüringens in fünf Jahrhunderten und zu allen (Teil-)Regionen. Vorgestellt werden Qualifizierungsschriften eb

enso wie Einzelprojekte und neuere Publikationsvorhaben. Einen wichtigen Platz sollen ferner Fragen der Theorie und Methode landes- bzw. regionalgeschichtlichen Arbeitens einnehmen. Das landesgeschichtliche Kolloquium stellt ein Lehrangebot an alle Studierenden der Geschichte dar, ist aber ausdrücklich auch für Landeshistoriker und Heimatforscher der nichtprofessionellen thüringischen Geschichtslandschaft offen.

  • Oberseminar zusammen mit Prof. Dr. Carola Dietze, Prof. Dr. Klaus Ries und Prof. Dr. Werner Greiling: Neuere Forschungen zur Geschichte des 18. und 19. Jahrhunderts

Mi 18-20 Uhr | HI, SR

Das Oberseminar dient der Präsentation und Diskussion von Qualifizierungsschriften und anderen Forschungsvorhaben. Es richtet sich insbesondere an fortgeschrittene Studierende und an Doktoranden/innen und zielt auf eine Verknüpfung laufender Jenaer Arbeiten mit aktuellen Forschungen zum 19. Jahrhundert. Für Studierende, die bei den Veranstaltern ihre Master- oder Staatsexamensarbeit anfertigen, ist das Oberseminar eine Pflichtveranstaltung. BA-Kandidaten können in Kombination mit den entsprechenden Vorlesungen ihr Vertiefungsmodul absolvieren. Hierfür ist eine persönliche Anmeldung und Beratung erforderlich.

Wintersemester 2017/2018

  • Hauptseminar zusammen mit Dr. rüdiger Stutz: Projektseminar: Thüringen in der Weimarer Republik 1918-1933 - Auf dem Weg zu einer Quellenpublikation
  • Landesgeschichtliches Kolloquium. Thüringen vom 16. bis 20. Jahrhundert: zusammen mit Prof. Dr. Werner Greiling und Prof. Dr. Uwe Schirmer
  • Oberseminar zusammen mit Prof. Dr. Klaus Ries und Prof. Dr. Werner Greiling: Neueste Forschungen zur Geschichte des 18. und 19. Jahrhunderts

Sommersemester 2017

  • Aufbaumodul: Von den Monarchien zum Freistaat: Die Revolution 1918/19 in Thüringen
  • Hauptseminar zusammen  mit Prof. Dr. Joachim Bauer: Universität, Staat und Gesellschaft
  • Landesgeschichtliches Kolloquium. Thüringen vom 16. bis 20. Jahrhundert: zusammen mit Prof. Dr. Werner Greiling und Prof. Dr. Uwe Schirmer
  • Oberseminar zusammen mit Prof. Dr. Klaus Ries und Prof. Dr. Werner Greiling: Neueste Forschungen zur Geschichte des 18. und 19. Jahrhunderts

Wintersemester 2016/17

  • Aufbaumodul: Prophet, Nationalheld, Häretiker: Luther- und Reformationsbilder im Mitteldeutschland des 19. und 20. Jahrhunderts
  • Hauptseminar: "Der Erste Weltkrieg und kein Ende" - Neuere Forschungen und Darstellungen zum Ersten Weltkrieg (1914-1918)
  • Landesgeschichtliches Kolloquium. Thüringen vom 16. bis 20. Jahrhundert: zusammen mit Prof. Dr. Werner Greiling und Prof. Dr. Uwe Schirmer
  • Oberseminar zusammen mit Prof. Dr. Klaus Ries und Prof. Dr. Werner Greiling: Neueste Forschungen zur Geschichte des 18. und 19. Jahrhunderts

Sommersemester 2016

  • Basismodul: Die Monarchie in Deutschland im 19. Jahrhundert
  • Hauptseminar: Grenzregionen im 19. und 20. Jahrhundert
  • Landesgeschichtliches Kolloquium. Thüringen vom 16. bis 20. Jahrhundert: zusammen mit Prof. Dr. Werner Greiling und Prof. Dr. Uwe Schirmer
  • Oberseminar zusammen mit Prof. Dr. Klaus Ries und Prof. Dr. Werner Greiling: Neueste Forschungen zur Geschichte des 18. und 19. Jahrhunderts

Wintersemester 2015/2016

  • Basismodul: Das Deutsche Kaiserreich (1871-1918): Grundprobleme
  • Hauptseminar: 25 Revolutionen - Die deutsche Revolution 1918/19 regional
  • Landesgeschichtliches Kolloquium zusammen mit Prof. Dr. Werner Greiling und Prof. Dr. Uwe Schirmer: Thüringen vom 16. bis 20. Jahrhundert
  • Oberseminar zusammen mit Prof. Dr. Klaus Ries und Prof. Dr. Werner Greiling: Neuere Forschungen zum 18. und 19. Jahrhundert

Sommersemester 2015

  • Vertretung an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Wintersemester 2014/2015

  • Basismodul: Medienstar, Psychopath, "Herr der Mitte"? - Kaiser Wilhelm II.
  • Hauptseminar: Länderneuregulierung - eine deutsche Obsession?
  • Seminar: Einführung in das Studium der Geschichte

Sommersemester 2014

  • Vertretung an der Johannes-Gutenberg Universität in Mainz

Wintersemester 2013/2014

  • Vertretung an der Johannes-Gutenberg Universität in Mainz

Sommersemester 2013

  • Basismodul: Der Erste  Weltkrieg - Ereignis und Erinnerung
  • Hauptseminar zusammen mit Dr. Mathias Mieth: "Heimatfront". Stadtgesellschaft und Krieg im Ersten Weltkrieg

Wintersemester 2012/2013

  • Seminar: Einführung in das Studium der Geschichtes
  • Basismodul: Das Ende der Weimarer Republik

Sommersemester 2012

  • Basismodul: Das Deutsche Kaiserreich (1871-1918): Grundprobleme
  • Aufbaumodul: Geradewegs in die Katastrophe? Deutsche Außenpolitik 1890-1914

 

Forschungsinteressen

  • Thüringische und Vergleichende Landesgeschichte
  • Bildungs-, Hochschul- und Wissenschaftsgeschichte
  • Sozialer und politischer Katholizismus im 19. und 20. Jahrhundert
  • Geschichte der Weimarer Rpublik und der Zwischenkriegszeit
  • Religion in der Neuzeit
  • Revolution 1848/49

Eröffnung der landesgeschichtlichen
Forschungsstelle 27.05.2015

Eröffnungsvortrag

  • Geb. 1975 in Grimma (Sachsen); verheiratet, vier Kinder
  • Studium der Geschichte, Germanistik und Erziehungswissenschaften in Jena, 1. Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien im Juni 2000;
  • 2001-2003 Promotionsstipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes;
  • 2003 Dissertation mit der Studie "Universitätsverwaltung und Wissenschaftsorganisation im 19. Jahrhundert. Der Pädagoge und Universitätskurator Moritz Seebeck";
    http://www.boehlau-verlag.com/978-3-412-12804-3.html
  • 2003-2009 und 2010-2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts der FSU Jena;
  • 2009-2010 Förderstipendiat des Historischen Kollegs in München;
    http://www.historischeskolleg.de/personen/stefan-gerber/
  • 2013 Habilitation mit der Studie "Pragmatismus und Kulturkritik. Politikbegründung und politische Kommunikation im Katholizismus der Weimarer Republik"
    https://www.schoeningh.de/katalog/titel/978-3-506-78267-0.html
  • 2013-2014 Vertretung der Professur für Zeitgeschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • 2015 Vertretung der Professur für Neuere und Neueste Geschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  2015 Leiter der Forschungsstelle für Neuere Regionalgeschichte Thüringens und
    Akademischer Rat am Historischen Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena