PD Dr. Stefan Gerber
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Forschungsstelle für Neuere Regionalgeschichte Thüringens

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PD Dr. Stefan Gerber
Historisches Institut
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07743 Jena

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Historisches Institut
Raum 210

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Fax: (03641) 9444-32
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Sprechzeiten im Wintersemester 2018/19

mittwochs, 16-18 Uhr

Neuerscheinung Herbst 2018:
Stefan Gerber (Hrsg.), das Ende der Monarchie in den deutschen Kleinstaaten.
Vorgeschichte, Ereignis und Nachwirkungen in Politik und Staatsrecht 1914-1939
http://www.boehlau-verlag.com/978-3-412-50887-6.html

Veranstaltungen und Kooperation der Forschungsstelle zum Jubiläum der Revolution 1918/19

Abschlusskolloquium des Thüringer Themenjahres "Thüringens Aufbruch in die Moderne. Industrialisierung und soziale Bewegungen"
2. November 2018, Gedenkstätte "Tivoli", Gotha (Programm)

Kolloquium "Zwischen Erwartung und Realität. Bernhard III. von Sachsen-Meiningen"
9./10. November 2018, Residenzschloss Meiningen (Programm)

Ausstellung des Stadtmuseums Jena "Der Weg in die Revolution. Soziale Bewegungen in Jena 1869-1918"
29. November 2018 Podiumsgespräch "Die Novemberrevolution in Thüringen" (Andreas Braune, Stefan Gerber, Mario Hesselbarth)
6. Dezember 2018 Buchvorstellung "Die Revolution 1918/19 in Thüringen" (Stefan Gerber)
Plakat

Landesgeschichtliches Kolloquium im Wintersemester 2018/19 (Programm)


Wintersemester 201/2019

  • Hauptseminar: Universitäten und Universitätsreform im 17. und 18. Jahrhundert

Mo 10-12 Uhr | UHG, SR 169

Um die Universitäten des Alten Reiches, die bereits im Zeitalter von Reformation und katholischer Reform grundlegend überformt worden waren, entfaltete sich im 17. und 18. Jahrhundert - zunächst im Rahmen des sogenannten "Universitätskameralismus", dann im Zeichen aufgeklärter Reform- und Bildungskonzepte - ein Reformdiskurs, der auf Curriculum und akademisches Leben, sowie auf die ökonomische und administrative Gestaltung der universitären Korporationen abzielte. Das Hauptseminar wird sowohl Protagonisten und Strömungen des publizistischen Universitätsreformdiskurses, als auch ihren Einfluss und ihre Umsetzung in konkreten Universitätsreformen bzw. Reformversuchen in den Blick nehmen. Ein Schwerpunkt wird dabei auf den mitteldeutschen Universitäten und auf den katholischen Universitäten liegen.
Einführende Literatur: Notker Hammerstein, Zur Geschichte und Bedeutung der Universitäten im heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, in: HZ 241 (1985), S. 287-328, Notker Hammerstein, Aufklärung und katholisches Reich. Untersuchungen zur Universitätsreform und Politik katholischer Territorien des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation im 18. Jahrhundert, Berlin 1976; Daniele Siebe (Hrsg.), "Orte der Gelahrtheit". Personen, Prozesse und Reformen an protestantischen Universitäten des Alten Reiches, Stuttgart 2008; Eva-Maria Felschow, Reformbestrebungen an deutschen protestantischen Universitäten im 18. Jahrhundert - die Beispiele Marburg und Gießen, in: Paul-Joachim Heinig/Barbara Krauß (Hrsg.): Reich, Regionen und Europa in Mittelalter und Neuzeit, Berlin 2000, S. 599-618, Matthias Asche, Das "große Universitätssterben" in den Jahrzehnten um 1800 - zu Reformbedürftigkeit und Reform(un)fähigkeit deutscher Universitäten im Zeichen von Aufklärung und Utilitarismus, in: Rainer Pöppinghege/Dietmar Klenke (Hrsg.), Hochschulreformen früher und heute. Zwischen Autonomie und gesellschaftlichem Gestaltungsanspruch, Köln 2011, S. 25-48.

  • Aufbaumodul: Länderneugliederung - eine "deutsche Obsession"?

Mo 12-14 Uhr | UHG, SR 169

Seit der territorialen "Flurbereinigung" am Ende des Alten Reiches begleiten den Föderalismus in Deutschland Diskussionen um einen Neuzuschnitt der deutschen Territorien, Staaten bzw. Länder, die auch in der Gegenwart andauern. Oft waren und sind die Pläne zur Länderneugliederung oder Länderneugründung mit weiterreichenden Reformvorstellungen verbunden, oftmals offenbaren sie aber auch prinzipielle Vorbehalte gegen den Föderalismus als politische Ordnungsform. Stets wird nicht nur um die vermeintliche Effizienz der Staatsorganisation, sondern vor allem auch um regionale Identitäten und Traditionen gerungen. Im Seminar sollen verschiedene Etappen dieser Diskussionen zwischen Säkularisierung, Mediatisierung und Neugliederung seit dem Ende des 18. Jahrhunderts an konkreten Beispielen nachvollzogen werden. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf den mitteldeutschen Raum gerichtet.
Einführende Literatur: Peter Burg, Die Neugliederung deutscher Länder. Grundzüge der Diskussion in Politik und Wissenschaft (1918 bis 1996), Münster 1996; Anke John, Der Weimarer Bundesstaat. Perspektiven einer föderalen Ordnung (1918-1933), Köln/Weimar/Wien 2012; Jürgen John, "Unitarischer Bundesstaat", "Reichsreform" und "Reichs-Neugliederung" in der Weimarer Republik, in: Ders. (Hrsg.), "Mitteldeutschland". Begriff - Geschichte - Konstrukt, Rudolstadt 2001, S. 297-375; Klaus-Jürgen Matz, Länderneugliederung. Zur Genese einer deutschen Obsession seit dem Ausgang des Alten Reiches, Idstein 1997. Zur Diskussion in der Bundesrepublik: Reinhard Schiffers, Weniger Länder - mehr Föderalismus. Die Neugliederung des Bundesgebietes im Widerstreit der Meinungen 1948/49 - 1990. Eine Dokumentation, Düsseldorf 1996.

  • Übung: "Konservative Revolution". Ursprünge - Wirkungen - Nachwirkungen

Fr 8-10 Uhr | UHG, SR 221

Das schillernde Ideenkonglomerat, das mit dem zugleich problembeladenen und fest etablierten Begriff der "Konservativen Revolution" in der Weimarer Republik etikettiert wird, die Personen und Netzwerke die es trugen, aber auch verwandte Strömungen im Europa der Zwischenkriegszeit wie die französische "Jeune droite", haben im Rahmen einer neuen Ideen- und Intellektuellengeschichte in den letzten Jahren wieder verstärkte Aufmerksamkeit der Forschung erfahren. Das Seminar fragt nach dem Gehalt und den Protagonisten, wie auch nach den sozialen und mentalen Hintergründen dieser politisch-kulturellen Ideenwelten, nach ihren Beziehungen zueinander und nach ihrer Rolle in der krisenhaften Endphase der Weimarer Republik. Auch die Rezeption der "Konservativen Revolution" in der deutschen und französischen Rechten der Nachkriegszeit wird in den Blick genommen.
Einführende Literatur: Zugleich Forschungsliteratur und Quelle zur "Konservativen Revolution" und ihrer Rezeption ist der "Klassiker": Armin Mohler/Karlheinz Weißmann (Hrsg.), Die Konservative Revolution in Deutschland 1918-1932. Ein Handbuch, 6. Aufl., Graz 2005. Biographisch vorgehend, aber auf eine Gesamtdeutung der "Konservativen Revolution" ausgerichtet: Rolf Peter Sieferle, Die konservative Revolution. Fünf biographische Skizzen, Frankfurt a. M. 1995. Eine den Genannten in mehrfacher Hinsicht entgegengesetzte Interpretation bietet: Stefan Breuer, Anatomie der konservativen Revolution, 2. Aufl., Darmstadt 1995. Zu Frankreich die Studie: Hans-Wilhelm Eckert, Konservative Revolution in Frankreich? - Die Nonkonformisten der Jeune Droite und des Ordre Nouveau in der Krise der 30er Jahre, München 2000.

14 tägig Mo 16-18 Uhr | HI, SR (Beginn 22.10.2018)

Das Kolloquium bietet ein Vortrags- und Diskussionsforum für Forschungen zur Geschichte Thüringens in fünf Jahrhunderten und zu allen (Teil-)Regionen. Vorgestellt werden Qualifizierungsschriften ebenso wie Einzelprojekte und neuere Publikationsvorhaben. Einen wichtigen Platz sollen ferner Fragen der Theorie und Methode landes- bzw. regionalgeschichtlichen Arbeitens einnehmen. Das landesgeschichtliche Kolloquium stellt ein Lehrangebot an alle Studierenden der Geschichte dar, ist aber ausdrücklich auch für Landeshistoriker und Heimatforscher der nichtprofessionellen thüringischen Geschichtslandschaft offen.

  • Oberseminar zusammen mit Prof. Dr. Carola Dietze, Prof. Dr. Klaus Ries und Prof. Dr. Werner Greiling: Neuere Forschungen zur Geschichte des 18. und 19. Jahrhunderts

Mi 18-20 Uhr | HI, SR

Das Oberseminar dient der Präsentation und Diskussion von Qualifizierungsschriften und anderen Forschungsvorhaben. Es richtet sich insbesondere an fortgeschrittene Studierende und an Doktoranden/innen und zielt auf eine Verknüpfung laufender Jenaer Arbeiten mit aktuellen Forschungen zum 19. Jahrhundert. Für Studierende, die bei den Veranstaltern ihre Master- oder Staatsexamensarbeit anfertigen, ist das Oberseminar eine Pflichtveranstaltung. BA-Kandidaten können in Kombination mit den entsprechenden Vorlesungen ihr Vertiefungsmodul absolvieren. Hierfür ist eine persönliche Anmeldung und Beratung erforderlich.

Sommersemester 2018

  • Hauptseminar: Grenzregionen im 19. und 20. Jahrhundert
  • Basismodul: Medienstar, Psychopath, "Herr der Mitte" - Kaiser Wilhelm II.
  • Übung: Die föderative Nation - Quellen zur Geschichte des deutschen Föderalismus im 19. und 20. Jahrhundert
  • Landesgeschichtliches Kolloquium zusammen mit Prof. Dr. Werner Greiling und Prof. Dr. Uwe Schirmer
  • Oberseminar zusammen mit Prof. Dr. Carola Dietze, Prof. Dr. Klaus Ries und Prof. Dr. Werner Greiling: Neuere Forschungen zur Geschichte des 18. und 19. Jahrhunderts

Wintersemester 2017/2018

  • Hauptseminar zusammen mit Dr. rüdiger Stutz: Projektseminar: Thüringen in der Weimarer Republik 1918-1933 - Auf dem Weg zu einer Quellenpublikation
  • Landesgeschichtliches Kolloquium. Thüringen vom 16. bis 20. Jahrhundert: zusammen mit Prof. Dr. Werner Greiling und Prof. Dr. Uwe Schirmer
  • Oberseminar zusammen mit Prof. Dr. Klaus Ries und Prof. Dr. Werner Greiling: Neueste Forschungen zur Geschichte des 18. und 19. Jahrhunderts

Sommersemester 2017

  • Aufbaumodul: Von den Monarchien zum Freistaat: Die Revolution 1918/19 in Thüringen
  • Hauptseminar zusammen  mit Prof. Dr. Joachim Bauer: Universität, Staat und Gesellschaft
  • Landesgeschichtliches Kolloquium. Thüringen vom 16. bis 20. Jahrhundert: zusammen mit Prof. Dr. Werner Greiling und Prof. Dr. Uwe Schirmer
  • Oberseminar zusammen mit Prof. Dr. Klaus Ries und Prof. Dr. Werner Greiling: Neueste Forschungen zur Geschichte des 18. und 19. Jahrhunderts

Wintersemester 2016/17

  • Aufbaumodul: Prophet, Nationalheld, Häretiker: Luther- und Reformationsbilder im Mitteldeutschland des 19. und 20. Jahrhunderts
  • Hauptseminar: "Der Erste Weltkrieg und kein Ende" - Neuere Forschungen und Darstellungen zum Ersten Weltkrieg (1914-1918)
  • Landesgeschichtliches Kolloquium. Thüringen vom 16. bis 20. Jahrhundert: zusammen mit Prof. Dr. Werner Greiling und Prof. Dr. Uwe Schirmer
  • Oberseminar zusammen mit Prof. Dr. Klaus Ries und Prof. Dr. Werner Greiling: Neueste Forschungen zur Geschichte des 18. und 19. Jahrhunderts

Sommersemester 2016

  • Basismodul: Die Monarchie in Deutschland im 19. Jahrhundert
  • Hauptseminar: Grenzregionen im 19. und 20. Jahrhundert
  • Landesgeschichtliches Kolloquium. Thüringen vom 16. bis 20. Jahrhundert: zusammen mit Prof. Dr. Werner Greiling und Prof. Dr. Uwe Schirmer
  • Oberseminar zusammen mit Prof. Dr. Klaus Ries und Prof. Dr. Werner Greiling: Neueste Forschungen zur Geschichte des 18. und 19. Jahrhunderts

Wintersemester 2015/2016

  • Basismodul: Das Deutsche Kaiserreich (1871-1918): Grundprobleme
  • Hauptseminar: 25 Revolutionen - Die deutsche Revolution 1918/19 regional
  • Landesgeschichtliches Kolloquium zusammen mit Prof. Dr. Werner Greiling und Prof. Dr. Uwe Schirmer: Thüringen vom 16. bis 20. Jahrhundert
  • Oberseminar zusammen mit Prof. Dr. Klaus Ries und Prof. Dr. Werner Greiling: Neuere Forschungen zum 18. und 19. Jahrhundert

Sommersemester 2015

  • Vertretung an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Wintersemester 2014/2015

  • Basismodul: Medienstar, Psychopath, "Herr der Mitte"? - Kaiser Wilhelm II.
  • Hauptseminar: Länderneuregulierung - eine deutsche Obsession?
  • Seminar: Einführung in das Studium der Geschichte

Sommersemester 2014

  • Vertretung an der Johannes-Gutenberg Universität in Mainz

Wintersemester 2013/2014

  • Vertretung an der Johannes-Gutenberg Universität in Mainz

Sommersemester 2013

  • Basismodul: Der Erste  Weltkrieg - Ereignis und Erinnerung
  • Hauptseminar zusammen mit Dr. Mathias Mieth: "Heimatfront". Stadtgesellschaft und Krieg im Ersten Weltkrieg

Wintersemester 2012/2013

  • Seminar: Einführung in das Studium der Geschichtes
  • Basismodul: Das Ende der Weimarer Republik

Sommersemester 2012

  • Basismodul: Das Deutsche Kaiserreich (1871-1918): Grundprobleme
  • Aufbaumodul: Geradewegs in die Katastrophe? Deutsche Außenpolitik 1890-1914

 

Forschungsinteressen

  • Thüringische und Vergleichende Landesgeschichte
  • Bildungs-, Hochschul- und Wissenschaftsgeschichte
  • Sozialer und politischer Katholizismus im 19. und 20. Jahrhundert
  • Geschichte der Weimarer Rpublik und der Zwischenkriegszeit
  • Religion in der Neuzeit
  • Revolution 1848/49

Eröffnung der landesgeschichtlichen
Forschungsstelle 27.05.2015

Eröffnungsvortrag

Publikationen


  • Geb. 1975 in Grimma (Sachsen); verheiratet, vier Kinder
  • Studium der Geschichte, Germanistik und Erziehungswissenschaften in Jena, 1. Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien im Juni 2000;
  • 2001-2003 Promotionsstipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes;
  • 2003 Dissertation mit der Studie "Universitätsverwaltung und Wissenschaftsorganisation im 19. Jahrhundert. Der Pädagoge und Universitätskurator Moritz Seebeck";
    http://www.boehlau-verlag.com/978-3-412-12804-3.html
  • 2003-2009 und 2010-2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts der FSU Jena;
  • 2009-2010 Förderstipendiat des Historischen Kollegs in München;
    http://www.historischeskolleg.de/personen/stefan-gerber/
  • 2013 Habilitation mit der Studie "Pragmatismus und Kulturkritik. Politikbegründung und politische Kommunikation im Katholizismus der Weimarer Republik"
    https://www.schoeningh.de/katalog/titel/978-3-506-78267-0.html
  • 2013-2014 Vertretung der Professur für Zeitgeschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • 2015 Vertretung der Professur für Neuere und Neueste Geschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  2015 Leiter der Forschungsstelle für Neuere Regionalgeschichte Thüringens und
    Akademischer Rat am Historischen Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena