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Dr. Christoph Hänel

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Historisches Institut
Fürstengraben 13
07743 Jena


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Fürstengraben 13
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Sommersemester 2019

Seminar Antebellum South - Der "Alte Süden" der USA (Aufbaumodul/Übung Hist 301/302/70x) | Di. 12-14 Uhr | Historisches Institut, Seminarraum

Der gewaltsamen Konfrontation zwischen Nord- und Südstaaten im Amerikanischen Bürgerkrieg gingen über 250 Jahre voraus, in denen der Süden teils deutlich andere Entwicklungswege einschlug als die nördlichen Kolonien und späteren Staaten der USA. Bereits um 1750, eine Generation vor dem Unabhängigkeitskrieg gegen Großbritannien, waren Unterschiede klar erkennbar. Sie überdauerten die Revolutionsära und manche davon verstärkten sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts hin zu einer ausgeprägten Regionalidentität. Doch ab wann und in welchem Sinne gab es überhaupt einen "Süden"? Was verband ihn mit und was trennte ihn vom Rest der Nation und warum wurde die Wahrung seiner Interessen schließlich kurzzeitig sogar höher bewertet als die bundesstaatliche Einheit der USA?

Für die Teilnahme am Seminar sind gute Lesekenntnisse im Englischen notwendig und anzuwenden. Ein wesentlicher Teil der Seminarliteratur und der zu bearbeitenden Quellen, zu denen kleinere schriftliche Arbeiten bereits während der Vorlesungszeit zu verfassen sind, liegt ausschließlich in englischer Sprache vor.

Einführende Literatur:

J. William Harris, The Making of the American South. A Short History, 1500-1877, Malden 2006;
William J. Cooper/Thomas E. Terrill
, The American South, Bd. 1, New York 21996
Paul D. Escott/David R. Goldfield u.a. (Hg.)
, Major Problems in the History of the American South, Lexington 1990;
Carl Degler
, Place Over Time. The Continuity of Southern Distinctiveness, Baton Rouge 1977.



Forschungsschwerpunkte

  • Nordamerikanische Geschichte mit Schwerpunkt auf Geschichte und Kultur des Südens der USA
  • Studentische Migration und akademischer Austausch im 19. und 20. Jahrhundert
  • Universitätsgeschichte

Aufsätze

  • Amerikanische Studierende in Jena zwischen 1850 und 1914, in: Matthias Steinbach/Stefan Gerber (Hrsg.), "Klassische Universität" und "akademische Provinz". Studien zur Universität Jena von der Mitte des 19. bis in die dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts, Jena 2005, S. 489-517.
  • Das "wirkliche Deutschland". Jena aus amerikanischer Perspektive 1931/32, in: Jürgen John/Justus H. Ulbricht (Hrsg.), Jena: Ein nationaler Erinnerungsort?, Köln  u.a. 2007, S. 195-211.
  • geboren 1976 in Sömmerda
  • 1996-2003 Studium der Neueren Geschichte und Politikwissenschaft an der FSU Jena, Universität Leipzig und University of Mississippi, Oxford
  • 2003 Magister Artium an der FSU Jena
  • 2004-05 wissenschaftliche Hilfskraft der "Senatskommission zur Aufarbeitung der Jenaer Universitätsgeschichte im 20. Jahrhundert"
  • seit 2005 Studienfachberater und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Historischen Instituts
  • 2010 Promotion mit der Dissertation: "Zwischen passiver Förderung und selektiver Beschränkung. Das Ausländerstudium an der Universität Jena 1870 bis 1918."